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7 Fehler im #Pressetext

7 Fehler im #Pressetext

Ob nun eine Veranstaltung ansteht, allgemeine News veröffentlicht werden sollen oder gerade ein Event erfolgreich abgeschlossen wurde…

man sitzt mit kreativem Kopf vor seiner Tastatur… tippt ein wenig auf den Tasten herum. Packt schnell noch ein paar Handybilder dazu.

Und schickt das Ganze über das Kontaktformular des lokalen Nachrichtenblattes blind ins World Wide Web.

Man lehnt sich zurück… und am nächsten Tag steht eine tolle Schlagzeile auf dem Titelblatt.

Die Anfragen schießen in die Höhe, das Telefon läuft heiß und der Umsatz oder die Mitgliederzahlen des eigenen Vereins explodieren in ungeahnte Höhen.

Es könnte so schön einfach sein… oder??

Die Realität sieht dann leider doch ganz anders aus.

Der Kopf ist nicht kreativ, die Tastatur scheinbar der Feind.

Erfolgreiche Pressetexte sind kompliziert.

Deshalb ist es wichtig, dass der engagierte Pressetexter von heute, so er sich keine (meist teure!) Hilfe durch eine entsprechende Agentur suchen will, ein paar Dinge von Anfang an richtig macht.

Man muss nämlich bei Weitem kein Schreib-Ass oder Poet sein, um einen gescheiten Content zustande zu bringen. Allerdings muss man neben den 7 wichtigen W-Fragen, noch einige andere Dinge beachten.

Hier sind 7 der

schlimmsten Fehler im Pressetext:

 

1. Schlechte Ãœberschriften

Verlockende, versprechende, ansprechende Ãœberschriften sind das A und O eines Pressetextes.

Selbst, wenn der zuständige Redakteur im Endeffekt diese Ãœberschriften nicht in den Artikel übernimmt, wird er dadurch besser durch den Pressetext „geführt“, das Interesse bleibt geweckt und das Durcharbeiten leichter.

Wir leben heute in einer von Texten, Bildern, Werbung, also „CONTENT“ überfluteten Welt.  Die Redakteure von Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen in Online- oder Printform haben den schwierigen Job, bereits vor Bekanntgabe eines Artikels die Flut an Informationen für den Otto-Normalverbraucher zu filtern. Dabei kann es auch durchaus einmal vorkommen, dass eigentlich ganz interessante und wichtige Themen nicht den Weg ins vorgesehene Medium schaffen. Das gilt es als Pressetexter zu verhindern!

Um von Anfang an die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen, braucht es einfach gute Ãœberschriften, die den Leser an den Text „fesseln“.

Ein Text ohne Ãœberschriften ist schon, ohne dass man den Inhalt kennt, langweilig durchzulesen und es besteht die Gefahr, dass Informationen einfach nicht regestriert werden.

Dann wird der erstklassige Artikel, an dem man rund sechs Stunden gefeilt hat, einfach nicht gehört/gelesen. Er bleibt unbekannt.

2. Texte sind schlecht formatiert

Die Aufmerksamkeitsspanne eines Lesers ist begrenzt. Eben durch die Flut an Informationen heutzutage neigt man dazu, Texte nur zu überfliegen. Die „Rosinen“, die direkt ins Auge springen, werden dann herausgepult… der Rest ungesehen „links liegen“ gelassen. Viele Inhalte und Informationen können dabei verloren gehen.

Dafür macht sich derPressetexter aber nicht die Mühe!

Deshalb ist es wichtig, Text zugänglich zu machen:

  • – kurze Absätze
    – einfacher zu lesen, einfacher zu behalten, einfacher wiederzufinden!
  • – Zwischenüberschriften
    – Zwischenüberschriften lockern den Text auf und erzählen für sich selbst bereits einen Teil der Geschichte. Theoretisch sollte man durch Lesen der Ãœberschriften und Zwischenüberschriften bereits den Inhalt des ganzen Artikels „herauslesen“ können.
  • – kein Blocksatz
    – Blocksatz ruft im Text eine unregelmäßige Breite zwischen den Wörtern hervor und irritiert beim Lesen. Finger weg!
  • – kurze Textbreite
    – Artikel mit großen Textbreiten sind schwer zu lesen. Der Mensch ist faul… und will beim Lesen nicht noch doll den Kopf bewegen müssen, um den Inhalt des ganzen Artikels aufnehmen zu können. Gerne mal öfter auf die ENTER-Taste drücken um Textinhalt besser „sichtbar“ zu machen. 😉
  • – strategische Formatierung
    – Einzelne Textelemente, die in den Augen des Pressetexters sehr wichtig sind, kann man durchaus fett hervorheben. Damit „stoßen“ wir den Leser in die richtige Richtung und halten das Auge interessiert.

Der Pressetext ist eine „Unterhaltung“ in digitaler Form. Zu gehobene Sprache erschwert das Lesen, ausserdem kann der Leser sich nicht mit dem Schreibstil identifizieren.

Für den idealen Pressetext nutzt man einfache Wörter, die man jeden Tag braucht.

Locker, flockig, persönlich.

 

3. kein „Quality Content“ (=hochwertiger Inhalt)

Knackpunkt Inhalt.

Was macht hochwertigen Inhalt aus? Was wollen die Menschen sehen/lesen/hören?

Was will der Redakteur im Pressetext wiederfinden?

Im Grunde sind es nur zwei Punkte, die man beherzigen sollte:

  • – Quality Content löst ein Problem.
  • – Quality Content ist detailliert.

Für einen anständigen Pressetext sollte man sich also die nötige Mühe geben.

Ein in fünf Minuten niedergeratterter Text informiert nicht, interessiert nicht, hilft niemandem.

Im Gegeteil.

 

4. Keine Promotion

Der beste Pressetext nutzt nichts, wenn er nicht gelesen wird. Man sollte aber nicht erwarten, dass das einfache Verfassen und Abschicken eines Textes reicht, damit dieser auch gelesen wird.

Will ich einen Pressetext in der Zielgruppe anbringen, muss ich ihn promoten!

Beispielsweise muss die Zeitschrift oder die Website, auf der mein Text veröffentlicht wird, auch entsprechende Leser haben. Wo bleibt der Sinn, wenn diese geheim bleibt?

Wenn der Pressetext also gelesen werden soll, muss man ihn promoten!

Ein kurzer Anruf beim Redakteur, ob alles zur Zufriedenheit ist, ob Fragen bestehen und und und… das zeigt nicht nur Engagement sondern verhindert Missverständnisse. Ausserdem gerät man nicht in Vergessenheit. Zum Umgang mit Medien und deren Vertretern gibt es in Kürze auch noch einen gesonderten Artikel! 😉

***

Auch nach Veröffentlichung des Artikels ist der Job des Texters noch nicht getan!

Ausgeschnittene Artikel in der Bildergalerie der Website, auf Sozialen Medien (z.B. facebook), auf dem schwarzen Brett im Verein… Links zur Online-Version der Artikel…
Wege, um einen Pressetext zu promoten, gibt es genug. Am besten fährt man hier mehrgleisig um so viele Leser wie möglich zu erreichen.

Ein paar Beispiele der Text-Promotion:
  • – Newsletter/ persönliche E-Mail – Ob E-Mail-Abonnenten der eigenen Website, Freunden, Verwandten, Familie… Die Menschen, die wir per E-Mail direkt erreichen können, müssen Bescheid bekommen, dass ein neuer Artikel veröffentlicht wurde. Es sind die größten „Fans“ und diese haben das Recht, als erstes von Neuigkeiten zu erfahren.
  • – Social Media – Neue Artikel auf der Fanpage und dem privaten Profil sorgen für noch größere „Streuung“ des Artikels.
  • – Influencer – „Follower“ auf Twitter, Fans auf facebook, Mitglieder des Vereins… sie alle haben durch Ihr Verhalten Einfluss auf die eigene Promotion. Sie sind als „Beeinflusser“ (Influencer) äusserst wichtig und sollten von Anfang an mit einbezogen werden. Eine kurze persönliche Bitte, einen Artikel mit dem jeweiligen eigenen Publikum zu teilen, baut eine noch größere Beziehung auf und bringt noch mehr Leser.

5. Nur persönliche Dinge im Text?

Grundsätzlich ist der Ansatz mit der Persönlichkeit richtig. Der Pressetext muss eine Geschichte erzählen, Hintergründe aufdecken. Menschlich sein. Die Leser sollen sich mit dem Inhalt des Textes und dessen Verfasser identifizieren können. Der Trick ist aber, Persönlichkeit zu zeigen, aber nicht von ihr zu sprechen.

Leser interessieren sich nicht für unsere persönliche Geschichte an sich. Sondern viel mehr für das, was sie von uns lernen können. Ein guter Pressetexter hat also die Aufgabem dem Leser zu helfen!

Ein Problem lösen. Eine Aufgabe erleichtern. Vorbild sein.

Wenn eine persönliche Geschichte erzählt werden soll, sollte man sich zunächst fragen: Was ist für den Leser drin?

Nach altbekanntem Motto „Der Köder soll dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“ sollte man über Dinge schreiben,  die den Leser interessieren.  Damit wird man schnell zur Autorität in seiner Nische und Leser halten nach weiteren Artikeln Ausschau.

6. Ignorieren von „Influencern“

Der Verein, der Sportler, das Gym stehen alleine da. Nicht als Gemeinschaft.

Das ist einer der größten Fehler, die man machen kann. Der Umgang mit der Presse und damit mit potentiellen Lesern – potentiellen NEUKUNDEN und SUPPORTERN (!!) setzt sozialen Umgang voraus.

Deshalb ist ein starkes Netzwerk wichtig. Wenn die Einflussnehmer des jeweiligen Vereins, bzw. Themas – über das geschrieben wird, ignoriert werden, macht man sich das Leben nur schwer.
Unsere „Influencer“ nämlich haben genau das Publikum, welches wir erreichen möchten. Und sie arbeiten für uns. Kostenlos.

Beziehungen sind alles.

7. kein Blick fürs große Ganze

Als Texter hat man unzählige Ideen. Muss man haben! Sie kommen immer ganz zufällig: beim Essen, unter der Dusche, im Stau oder während dem Training.

Aber nur weil die Ideen zufällig kommen, heißt es nicht, dass man einfach drauf losschreiben kann.

Ohne Plan und Struktur geht die ganze Sache nach hinten los. Ein Pressetext hat immer ein Ziel.

Werbung, Promotion, neue Mitglieder für den Verein, Sponsoren, Supporter, und und und

Ein potenzieller Kunde findet den Artikel.

Sehr gut. Und dann?

Er liest ihn.

Noch besser! Und dann?

Dann muss etwas passieren!

Eine Aufforderung zum Handeln.

Was genau passieren soll, istvon Artikel zu Artikel unterschiedlich. Wichtig ist aber, dass man sich vorher über alle Pläne, Strategien und auch Konsequenzen des Pressetextes im Klaren ist.

Fazitachtung

In der Theorie hört sich das Schreiben von Pressetexten einfach an.

In der Realität ist das Verfassen aber harte Arbeit. Nicht umsonst gibt es spezielle Anbieter, die einem genau diese Arbeit abnehmen. Nicht umsonst – ist das nicht umsonst!

Deshalb ist es wichtig, dass man sich an diese 7 Punkte hält:

  1. Verlockende Ãœberschriften.

  2. leserfreundliche Formatierung der Texte.

  3. Quality Content = hochwertige Inhalte.

  4. intensive Promotion der Artikel, Nutzung eines guten E-Mail-Marketings.

  5. Schreiben Sie über Dinge, die den Leser interessieren. Persönliche Geschichten sind nur Appetithappen am Rande.

  6. Bauen Sie eine gute Beziehung zu den Influencern auf.

  7. Haben Sie einen Blick für das große Ganze.

Mit diesen Dingen legt man den Grundstein für einen erfolgreichen Artikel.

Was denken Sie?

An welchem Fehler müssen Sie am meisten arbeiten?

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#BruteForce Attacke – Backend gesperrt – was tun??

#BruteForce Attacke – Backend gesperrt – was tun??

Jedem Webseitenbetreiber mit mehr als 3-4-5-6 Seiten wird es im Laufe seiner Internetlaufbahn einmal passieren. Man will sich im Verwaltungsbereich seiner Internetpräsenz einloggen und bekommt statt dem bekannten Login-Panel folgende erschreckende Nachricht:

BruteForce-Schutz aktiv / brute-force protection active

Die BruteForce-Überwachung hat aufgrund von atypisch Zugriffen den angeforderten Bereich gesperrt. Bitte versuchen Sie es später erneut.

Due to non-standard hits, the access to the requested area has been denied by the brute-force monitoring. Please try again later.

Der Schreck fegt durch die Glieder – die Erkenntnis folgt blitzschnell und auf dem Fuße: man ist soeben Opfer einer „BruteForce“ Attacke geworden!

Bei einer BruteForce Attacke wird mit aller Gewalt und in langer penibler Ausprobier-Arbeit versucht, das Passwort meines Backends maschinell zu knacken.
Ein Programm versucht im Ausschluss- und Exhaustionsverfahren hinter mein „Geheimnis“ zu kommen…

achtungGemein. Hinterhältig. Kriminell.

Solche Angriffe zeigen immer ein Sicherheitsproblem auf – in diesem Fall haben wir gerade gelernt: Schütze verdammt nochmal deinen Internetauftritt!

Wer also zuvor seinen Login-Bereich nicht geschützt hat (Mea Culpa – waren wir mal wieder zu gutgläubig?!? 🙁 ), sollte jetzt ca. 5min. Zeit investieren… denn mehr braucht man für einfache Sicherheit nicht.

1. Passwort verschlüsseln (lassen)!

Im Internet gibt es zahlreiche Generatoren, die Benutzername und Zugang verschlüsseln können. Einen gibt es hier: KLICK

Das Ergebnis sieht dann zum Beispiel so aus:

Benutzer; $1$LMaA[b_b$iwnNmvemBfagrAgfwn/sgis0

Dies gibt man in eine leere NotePad oder Editor-Datei ein und speichert diese unter dem Namen „.htpasswd“
[Achtung! kein „.txt“ am Ende stehen lassen!]

Die Datei wird danach in das selbe Verzeichnis unseres CMS-Systems hochgeladen.

2. Absoluter Pfad

Nun brauchen wir den absoluten Pfad zur gerade erstellten Datei…
Diesen bekommt man, indem man eine PHP-Datei (zum Beispiel mit Dreamweaver!) erstellt und mit nur einer Zeile füllt:

<?php echo dirname(__FILE__); ?>

Auch diese Datei wird im selben Verzeichnis wie unser CMS-System hochgeladen und über den Browser aufgerufen:

http://meine-internetadresse.de/phpdatei.php

Das Ergebnis, was nun im Browser angezeigt wird, wird kopiert.

/server/pfad/zu/ihrem/verzeichnis/.htpasswd

3. Anpassen der .htaccess Datei

Nun wird die .htaccess-Datei vom Webverzeichnis unserer Webseite (wo wir zuvor die neue .htpasswd hochgeladen haben) heruntergeladen und mit WordPad oder Editor geöffnet.

Hier ergänzen wir das den bereits existierenden Inhalt mit folgendem Text:

AuthName "BruteForce"
 AuthType Basic
 AuthUserFile /server/pfad/zu/ihrem/verzeichnis/.htpasswd

<FilesMatch „wp-login.php“> require valid-user </FilesMatch>

Nun wird die .htaccess Datei zunächst vom Server gelöscht und anschließend mit der ergänzten Datei ersetzt.

4. Anmelden im Backend

Wir rufen nun im Browser wieder unseren Login-Pfad zum Backend unserer Webseite auf, es erscheint ein zusätzliches Browser-Anmeldefenster.
Mit diesem authentifizieren Sie sich als der tatsächliche Benutzer der Webseite, der als einziger Zugang zum Serververzeichnis besitzt.

5. Alles wieder gut!

Wenn Ihnen dieser Blog-Eintrag geholfen hat, freuen wir uns jederzeit über Feedback.

Sollten Sie selber von einer BruteForce Attacke betroffen sein, kontaktieren Sie uns! Wir helfen Ihnen gerne.

 

Ärzte dürfen für ihre Dienste nicht werben

Ärzte dürfen für ihre Dienste nicht werben

Ärzte dürfen für ihre Dienste nicht werben – dürfen keine Webseite besitzen – Richtig?

FALSCH!

“ Berufswidrig ist insbesondere eine anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung“

Das verbietet jedoch noch lange nicht das Betreiben einer Praxis-Website!

Jede Ärztekammer hat ihre eigene Berufsordnung, jedoch ist gerade § 27 überall identisch:

Auszug aus einer Quelle aus dem www:
2. Berufliche Kommunikation

§ 27 Erlaubte Information und berufswidrige Werbung

(1) Zweck der nachstehenden Vorschriften der Berufsordnung ist die Gewährleistung des Patientenschutzes durch sachgerechte und angemessene Information und die Vermeidung einer dem Selbstverständnis der Ärztin/des Arztes zuwiderlaufenden Kommerzialisierung des Arztberufs.

(2) Auf dieser Grundlage sind der Ärztin/dem Arzt sachliche, berufsbezogene Informationen gestattet.

(3) Berufswidrige Werbung ist Ärztinnen und Ärzten untersagt. Ärztinnen/Ärzte dürfen eine solche Werbung weder veranlassen noch dulden. Berufswidrig ist insbesondere eine anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung. Eine Werbung für eigene oder fremde gewerbliche Tätigkeiten oder Produkte im Zusammenhang mit der eigenen ärztlichen Tätigkeit ist unzulässig. Werbeverbote aufgrund anderer gesetzlicher Bestimmungen bleiben unberührt.

(4) Die Ärztin/Der Arzt kann

  1. nach der Weiterbildungsordnung erworbene Bezeichnungen,

  2. nach sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften erworbene Qualifikationen,

  3. als solche gekennzeichnete Tätigkeitsschwerpunkte und

  4. organisatorische Hinweise

ankündigen.

(5) Die nach Absatz 4 Nr. 1 erworbenen Bezeichnungen dürfen nur in der nach der Weiterbildungsordnung zulässigen Form geführt werden. Ein Hinweis auf die verleihende Ärztekammer ist zulässig. Andere Qualifikationen und Tätigkeitsschwerpunkte dürfen nur angekündigt werden, wenn diese Angaben nicht mit solchen nach geregeltem Weiterbildungsrecht erworbenen Qualifikationen verwechselt werden können. Die Angaben nach Absatz 4 Nrn. 1 und 2 sind nur zulässig, wenn die Ärztin/der Arzt die umfassten Tätigkeiten nicht nur gelegentlich ausübt.

(6) Tätigkeitsschwerpunkte können angekündigt und müssen mit dem Zusatz „Tätigkeitsschwerpunkte“ gekennzeichnet werden. Zur Ankündigung dieser Angaben ist berechtigt, wer diese Leistung/en seit mindestens zwei Jahren in erheblichem Umfange erbringt und dies auf Verlangen der Ärztekammer nachweisen kann.

(7) Die Ärztin/Der Arzt hat der Ärztekammer auf deren Verlangen die zur Prüfung der Voraussetzungen der Ankündigung erforderlichen Unterlagen vorzulegen. Die Ärztekammer ist befugt, ergänzende Auskünfte zu verlangen.

 

Sie sind Arzt/ Ärztin und möchten für Ihre Praxis / Klinik eine Website erstellen?

Sprechen Sie uns an! Ãœber die Navigation oben gelangen Sie zu unserer Hauptseite!

Arzt-Website – was ist zulässig?

Arzt-Website – was ist zulässig?

Welcher Inhalt auf einer Arzt-Website aufgeführt oder nicht aufgeführt werden darf…

Hinweis auf Auflagen gefunden auf den Seiten der Landesärztekammer Brandenburg & weiter recherchiert. Info- und Dokumentensammlungen zu Auflagen und Zulässigkeiten für Ärzte und deren Internerauftritt finden Sie auf den Seiten der Bundesärztekammer.

Telemediengesetz

Beruflich genutzte Internetauftritte von Ärzten unterliegen den Informationspflichten nach § 5 Telemediengesetz. Auf der ersten Seite (Homepage) der beruflich genutzten Webseite müssen entsprechend dieser Vorschrift folgende Pflichtangaben enthalten sein:

  • vollständiger Name und die Praxisanschrift
  • Angaben zur schnellen elektronischen und unmittelbaren Kommunikation und Kontaktaufnahme mit der Praxis (Telefonnummer und E-Mail-Adresse)
  • Berufsbezeichnung (Arzt bzw. Ärztin)
  • Staat, der die Berufsbezeichnung verliehen hat (Staat, in dem die Approbation erworben wurde (international gebräuchliche Abkürzungen reichen)
  • KV als für die Vertragsärzte zuständige Aufsichtsbehörde
  • zuständige Landesärztekammer als Aufsichtsbehörde
  • vollständige Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelung (Berufsordnung, Heilberufsgesetz) und Informationen, wie diese zugänglich sind (Link auf die Seiten der Landesärztekammer reicht)
  • Umsatzsteueridentifiaktionsnummer (soweit vorhanden)

Die Pflichtangaben können in einer gesonderten Rubrik, beispielsweise mit der Ãœberschrift „Angaben nach § 5 Telemediengesetz“ geführt werden.

Realisierung:

Die Angabe „zuständige Landesärztekammer als Aufsichtsbehörde“ kann mit einem Link von der Webseite aus auf das Angebot der Landesärztekammer realisiert werden.

Die Berufsordnung der Landesärztekammer finden Sie im jeweiligen Dokumentenarchiv.
Die Landesärztekammern finden Sie hier aufgelistet: KLICK
[URL: http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=0.8.5585]

§ 27 BOParagraph

Für Webseiten gelten die allgemeinen Grundsätze des ärztlichen Berufsrechts. Nach der Berufsordnung dürfen auf Webseiten solche Angaben übernommen werden, die auch auf dem Schild der Praxis zulässig sind.

Diese Vorschriften gelten zur

„…Gewährleistung des Patientenschutzes durch sachgerechte und angemessene Information und die Vermeidung einer dem Selbstverständnis der Ärztin / des Arztes zuwiderlaufenden Kommerzialisierung des Arztberufes.“

Gemäß § 27 der Berufsordnung kann der Arzt

1. nach der Weiterbildungsordnung erworbene Bezeichnungen,
2. nach sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften erworbene Qualifikationen,
3. bis zu drei besondere Leistungsangebote nach eigenen Angaben,
4. organisatorische Hinweise

ankündigen.

Unter Berücksichtigung dessen ergeben sich folgende weitere Angaben, die geführt werden dürfen:

  • Akademische Grade und Titel
  • nach Maßgabe der Weiterbildungsordnung erworbene Bezeichnungen, die erworben wurden
  • Tätigkeitsschwerpunkte
  • Einzelpraxis, Praxisgemeinschaft, Partnerschaft, örtliche und überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft
  • Sprechstundenzeiten
  • Zulassung zu den Krankenkassen
  • Praxislogo
  • Hinweis Belegarzt des Krankenhauses

Ausserdem kann ein Link oder ein Button enthalten sein, welcher weitere Praxisinformationen auf nachgeschalteren Webseiten abfragt.

Mögliche Angaben auf nachgeschalteten Webseiten können sein:

  • Praxisinhaber-Info: Geburtsjahr, Zeitpunkt der Approbationserteilung; Niederlassung & Gebietsbezeichnung
  • Spezialisierungen
  • allgemeine sachliche Informationen über ärztliche Leistungen
  • Sprachkenntnisse
  • Praxisteam
  • eventuell vorhandene Einrichtungen für Behinderte
  • Angebot von Hausbesuchen
  • Vertretungen
  • Lageplan bzw. Anfahrtsskizze zur Praxis
    [Achtung: Urheberrechte von veröffentlichten Stadtplänen beachten & ggf. Lizenz erwerben!]
  • Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln [Haftung für Fahrzeiten ausschließen!]
  • Hinweise auf Parkmöglichkeiten

Domain | Internetadresse

Hinsichtlich der Domain / der Internetadresse sind sowohl aus wettbewerbsrechtlicher als auch aus standesrechtlicher Sicht entsprechende Vorgaben zu beachten.

Wettbewerbsrecht:

Gute Internetadresse, die kurz und einprägsam sind, sind knapp geworden.

Achtung! Kennzeichenrecht! Ob Sie Ihre gewünschte Domain auch problemlos verwenden können, sollten Sie im Voraus klären. Fremde Marken-oder Unternehmensnamen, Namen von Zeitschriften, Filmen oder Software sollten Sie nicht verwenden.

Auch Promis oder Städtenamen, bzw. Namen städtischer/ staatlicher/ öffentlicher Einrichtungen sind Tabu!

Generell in Ordnung:

  • der eigene Vor- und Nachnamen
  • der Name des eigenen Unternehmens
  • der Name der eigenen Praxis
  • allgemein beschreibende Begriffe
  • frei erfundene Phantasienamen

Standesrecht:

Für Ärzte bestehen bei der Wahl der Domain auch standesrechtliche Einschränkungen. Diese resultieren aus dem nach wie vor bestehenden Verbot berufswidriger Werbung.

Bitte dringend beachten:

Ihr Domain-Name darf nicht gegen das „Sachlichkeitsgebot“ verstoßen und nicht irreführend sein

Internetadressen, die „offenkundig anpreisend und marktschreierisch sind“ (z.B. top-rueckendoktor.de; „bester-arzt-der-stadt.net“) sind unter standesrechtlichen Gesichtspunkten unzulässig.

Nach einer Entscheidung des BGH (Urteil vom 17.05.2001 – Az.: I ZR 216/99) ist die Verwendung von Gattungsbegriffen allerdings zulässig. Auch Fachgebietsbezeichnungen zusammen mit dem eigenen Namen sind erlaubt (z.B. Allgemeinmediziner-Mustername.de).

Wettbewerbswidrigkeit liegt dann vor, wenn eine bewusste Blockade der Mitkonkurrenten oder Irreführung erkennbar ist. also sind Namen wie „orthopäde-koeln.de“ oder „frauenarzt-bonn.de“ enthalten Alleinstellungsangaben und sind nicht zulässig.

Gästebuch, Chat, Forum

Ein Gästebuch oder ein Live-Chat sind immer wieder gern auf einer Seite gesehen und regen den Besuch von Kunden an. Es sind attraktive Möglichkeiten, Kundenmeinungen in die eigene Seite zu integrieren.

Wettbewerbs- und Standesrecht sehen dies allerdings nicht gern. Da hier noch keine eindeutige Rechtssprechung esixtiert, im Zweifelsfall weglassen und auf Mundpropaganda vertrauen!

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