Der Schlüssel zu mehr #Sponsoren

Der Schlüssel zu mehr #Sponsoren

Die Gelder sind knapp, das Sportequipment teuer. Die Ausgaben häufen sich und für die nächste Veranstaltung steht man ohne Budget da. Ein Sponsor muss her.

Aber wie kommt man an das Geld anderer Leute, ohne als Bittsteller da zu stehen?

Viele Sportler und Vereine versuchen erst gar nicht, einen Sponsoren zu finden. „Das klappt eh nicht.“ oder „Wieso sollte diese Firma uns denn sponsern?“ Mit diesen Fragen stellen wir uns selbst das größte Hindernis auf. Zumal wir, wenn wir selbst die wichtigste Sponsoringfrage nicht einmal beantworten können, es vielleicht wirklich sein lassen sollten.

Zu Anfang steht also erst einmal die Analyse:

Wieso soll der Sponsor mich unterstützen?think

Etwas mehr als „..weil wir Geld brauchen!“ sollte schon drin sein!

Kaum einer weiß, wie viele lokale Unternehmen Sportvereine unterstützen. Beinahe jeder Unternehmer, der von uns dazu befragt wurde hat bereits einige Male den Sport in irgendeiner Weise unterstützt. Dabei geht der Trend weg vom Sponsoring des berühmten Leistungssportlers oder des bekannten Sportteams, das auf dem Weg zu Olympia ist. Lokale Unternehmen setzen immer häufiger auf Breitensport. Menschen wie du und ich, die dabei unterstützt werden das zu tun was ihnen Spaß macht.

Umso verwunderlicher ist, dass die meisten Sportvereine Minusgeschäfte machen und die Gelder zur Ausübung des Sports immer knapper werden.

Sponsoring ist uninteressant

Zwar hat unsere Umfrage (nicht nur in der eigenen Stadt!!) ergeben, dass sehr viele Unternehmer den Lokalsport unterstützen, allerdings hat die Mehrheit dieser Unterstützer auch angegeben, dass Sponsoring an sich in ihren Augen nicht wirklich interessant fürs Unternehmen ist. Beinahe ALLE unterstützen die lokalen Sportvereine, weil sie das einfach „immer schon gemacht“ haben, oder der eigene Nachwuchs Mitglied im jeweiligen Verein ist. Das alles sind Gründe, die nicht wirklich etwas mit dem eigentlichen Zweck des Sponsorings zu tun haben. Das Sponsoring also uninteressant geworden ist, ist für Vereine, erst recht für den Kampfsport, ein riesen Problem.

Vorurteile gegenüber dem Kampfsport

Zum Desinteresse kommt noch hinzu, dass speziell der Kampfsport heutzutage noch immer unter Vorurteilen leidet. Ein Haudraufsport für Prügelknaben, Asoziale und „Verlierer“, die sonst nichts anderes können als sich zu vermöbeln. Das ist in den Augen vieler Unternehmer nicht mit dem Image der Firma vereinbar. Wie kann man eben diese Vorurteile aus der Welt schaffen und den engagierten Familienvater davon überzeugen, dass der Kampfsport so gesehen genau der richtige Sport für seinen Nachwuchs ist; bzw. dass dieser Sport genau der richtige ist, um das Unternehmen und seinen Ruf zu vertreten?

Das Problem im eigenen Verein

Genauso wie wir mit Firmen und Unternehmern gesprochen haben, sprechen wir auch regelmäßig mit Vertretern unterschiedlichster Sportvereine. Und immer hören wir das gleiche.

Durchweg wird von finanziellen Engpässen berichtet. Diese sind natürlich hinderlich für vernünftige Vereinsarbeit. Ausrichtung von Veranstaltungen, Camps für Kinder, der Aufstieg in die nächste Liga oder das Trainingslager für die Kampfmannschaft… viele Dinge, die den Verein voranbringen würden sind schlichtweg einfach nicht „drin“. Daraus resultiert ein Teufelskreis, den kaum einer aufhalten kann. Der Verein kann sich nicht entwickeln, wird uninteressant für bestehende und potentielle neue Mitglieder…und somit auch für Sponsoren. Gerade für kleinere lokale Vereine oder Neustarter ist das ein existentielles Problem. Sie möchten gute Arbeit leisten, können dies aber nicht. Aus ihrer Sicht tun sie schon viel um sich attraktiver darzustellen. Flyer, Banner, Sonderangebote… in vielen Gesprächen erfahren wir viele interessante und auch innovative Ansätze. Meistens mangelt es an der Umsetzung… und an einem vernünftigen Konzept.

Lösungsansätze

Mach dich interessant!

Wenn man Sponsoring einmal definiert, so ist es genaugenommen ein Instrument des Marketings und der Kommunikation. Oder: der Marketingkommunikation!

Vor allem soll Sponsoring ein Werkzeug für den Imagetransfer von Verein auf Sponsor sein! Und da ist auch schon der Kern des Problems!

Ein kleiner Verein besitzt natürlich ein Image, einen Ruf. Dies ist auch wichtig für die generelle Arbeit mit der Öffentlichkeit, erst recht für potentielle Sponsoren. Meistens ist dieses Image allerdings nicht stark genug, um für lokale Unternehmen interessant zu sein.

Wir reden hier nicht von großen Vereinen wie Bayern München, Schalke oder den BVB, deren Image zum Beispiel für die Deutsche Telekom oder andere Riesen erhebliche Vorteile abwirft. Es geht um das Sponsoring in der eigenen (kleinen?) Stadt. Und hier zählen andere Dinge.

Ein Unternehmen, welches den lokalen kleinen Sportverein unterstützt, zielt vorranging auf das Netzwerk des Vereins. Mitglieder, Trainer, Angehörige, Bekannte… ja selbst die Putzfrau sind alle potentielle Kunden die das Unternehmen ansprechen will. Verzeihung SOLLTE.

Andersrum funktioniert das genauso. Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden des Unternehmens sind alle potentielle Neukunden des Vereins. Diese gilt es anzusprechen, für sich zu interessieren und im Idealfall an sich zu binden.

Eine Vernetzung von Sponsor und Verein hilft außerdem, bei gemeinsam organsierten und gestalteten Aktionen gleichzeitig zu profitieren.

Außerdem sind Geschichten interessant, die das Unternehmen erzählen kann wenn es mit dem Verein zusammenarbeitet. Spannende Stories fördern das Interesse. Auf beiden Seiten. Und was könnte spannender sein als eine nicht allzu alltägliche Sportart wie der Kampfsport? Über spannende Kämpfe, mühselige Vorbereitung und harte Arbeit… das Überschreiten von eigenen Grenzen… über all dies lassen sich spannende Geschichten erzählen. Davon profitieren Sponsoren und auch der Verein. Man sollte eben diese Geschichten nur geschickt formulieren und für die breite Masse ansprechend bewerben. Ein erster Schritt sind gut durchdachte Pressetexte, die gezielt in lokalen Nachrichten platziert werden.

Das steigert nicht nur den Bekanntheitsgrad des Vereins, ein geschickt platzierter Hinweis steigert außerdem noch Interesse und Bekanntheit des Sponsors. Über Pressetexte hinaus gibt es hierfür noch weit mehr Instrumente, als man im ersten Moment vielleicht meint.

Den besten Erfolg verspricht eine Zusammenarbeit, wenn ein Unternehmen den eigenen Erfolg direkt an den gesponserten Verein bindet. Wie man dies genau umsetzen könnte, erläutern wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

Aber eines wird hier bereits klar. Marketing, Werbung, Sponsorensuche… das alles erfordert über die normale Vereinsarbeit hinaus

Strategisches Handeln

Sponsoringstrategie

Ein Unternehmen, welches mit einem Verein zusammenarbeitet, setzt sich gerade zu Beginn hohe Ziele… und hohe Anforderungen an den Verein. Meistens sind heutzutage aber bei all der Arbeit nur kleinere Geldbeträge oder Sachleistungen möglich. Um nun den größtmöglichen Nutzen aus einer Zusammenarbeit zu ziehen, sollte man eine gemeinsam aufgestellte Strategie festlegen.

Ohne Strategie und Konzept stellt sich auch der erhoffte Erfolg nicht ein. In der Folge wird der mühsam erarbeitete Sponsor und im schlimmsten Fall dessen Beiträge wieder verloren.

Als Verein, aber auch als Sponsor sollte schon vor dem eigentlichen Sponsoring durchdacht werden, welche Ziele gemeinsam erreicht und welche Maßnahmen dafür ergriffen werden sollen. Erst wenn die Strategie feststeht und das Konzept verfasst ist, sollte über genaue Konditionen und Umfang des Sponsorings verhandelt werden. Dabei gilt eine goldene Regel:

DU BIST KEIN BITTSTELLER!

Hier fragt nicht die eine Seite die andere um (finanzielle) Hilfe.

Hier helfen sich zwei Unternehmen gegenseitig um gegenseitig davon zu profitieren!
Bei Verhandlungen, aber auch bei Anfragen vorab sollte man also mindestens als Gleichgestellter auftreten!

Die Werbetrommel als Werkzeug für erfolgreiches Sponsoring

Ist der Sponsoringvertrag in der Tasche und die Zusammenarbeit mit dem Sponsor geregelt, gilt es kräftig Werbung zu machen. Auch über den Vertrag hinaus!

Das fördert nicht nur den guten Willen des Sponsors, sondern hält den Verein im Gespräch.

Dabei sollte man immer mehrere Kanäle nutzen und den Sponsor gleichzeitig vernetzen.

Social Media

Der Webauftritt ist heutzutage das A und O der Werbung für den Verein!

Sportvereine haben oftmals Profile in den sozialen Medien, setzen diese aber vielfach nicht optimal ein. Der Grund dafür ist meistens die Tatsache, dass hier die Arbeit im Ehrenamt getan wird. Oft fehlt schlicht und einfach die Zeit um Inhalte, die eigentlich auf den eigenen Blog, die Webseite oder das Profil gehören, aufzubereiten. Die Arbeitsteilung in Sportvereinen ist hier meistens nicht optimal organisiert. Natürlich helfen wir als Berater und Dienstleister “unseren” Sportvereine gerne weiter. Die tägliche Arbeit kann aber nur von den Sportvereinen selber geleistet werden.
Außer es ist genügend Geld vorhanden, professionelle Texte erstellen und die Social Media Kanäle betreuen zu lassen.

Soziale Medien helfen die Aufmerksamkeit auf lokaler Ebene hochzuhalten. Diese Aufmerksamkeit lässt das Ansehen des Vereins in den Augen des Sponsors steigen und hilft bei der Akquise.

Auch dem Sponsor hilft die Präsenz des Vereins im WWW dabei, weiter oben angesprochene spannende Geschichten rund um das Sponsoring zu erzählen. Wettkampfergebnisse, Berichte über Aktivitäten des Vereins, am besten mit Bildmaterial (auf dem geschickt das Sponsor Logo untergebracht ist 😉 ), können von Sponsoren aufgegriffen und ihrerseits verlinkt, „geteilt“ und beworben werden. Auch andersrum kann und sollten Meldungen von Sponsor aufgegriffen und auf den Kanälen des Vereins veröffentlicht werden.

Mitglieder mobilisieren

Die Mitglieder des Vereins sind die besten Werbeträger. Diese Menschen, sowie deren soziales Umfeld (Freunde, Verwandte, Bekannte) sind potentielle Kunden der Sponsoren und somit unsagbar wichtig. Mundpropaganda ist die absolut beste Form der Werbung und hilft nicht nur der persönlichen Werbung des Vereins, sondern auch der Werbung des Sponsors. Sie sollten also Ihre Mitglieder ansprechen und auf die Zusammenarbeit mit Sponsoren sowie den Nutzen für die verschiedenen Vereinsmitglieder aufmerksam machen.

Sponsoren vernetzen

Als Sportverein sollten Sie mindestens zwei Mal im Jahr eine Veranstaltung anbieten auf der sich Ihre Sponsoren treffen (können). Sie finden dafür ganz sicher einen passenden Rahmen im Umfeld einer Veranstaltung. Dies muss nicht zwingend ein Wettkampftag oder ähnliches sein. Ein ungezwungenes Sommerfest, oder eine Weihnachtsfeier, ein „Tag der offenen Tür“ sind ebenfalls ideale Möglichkeiten, Sponsoren einzuladen.

Solche Veranstaltungen können Sie übrigens ebenfalls für die Akquise weiterer Sponsoren nutzen. Bitten Sie bestehende Sponsoren einfach befreundete Unternehmer mitzubringen. Oder laden Sie selber Ihre “Wunschsponsoren” ein, auch wenn diese aktuell noch keine Sponsoren sind.
So schaffen Sie zusätzliche Mehrwerte und zeigen potentiellen Sponsoren, wie die Vernetzung innerhalb der Sponsorenschaft Ihres Vereins funktioniert. Und wer weiß, vielleicht ist da auch das ein oder andere neue Vereinsmitglied dabei?

Trommeln Trommeln Trommeln

Als Verein nutzt man am besten jede Gelegenheit um über den Sport und Sponsoren zu sprechen und zu berichten. Helfen Sie den Unternehmen die Ihren Verein unterstützen dabei, den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. Neben den üblichen, aber meisten wenig wirkungsvollen, Instrumenten wie zum Beispiel Banden- oder Bannerwerbung sollten Sie sämtliche andere Kanäle nutzen. Sie sind hier ganz sicher kreativ und haben eine Menge guter Ideen.

Wenn Sie Anregungen benötigen, melden Sie sich gerne bei uns oder nutzen Sie die Kommentarfunktion.

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7 Schritte zum einfachen #Werbekonzept

7 Schritte zum einfachen #Werbekonzept

In der Welt des Sports sind uns Trainingspläne, Protokolle und Ernährungspläne geläufig. Mit solchen Plänen können wir umgehen. Mit den schwierigen Schülern auch… aber wie ordentliche Werbung aussieht, da schlagen viele Sportler die Hände über dem Kopf zusammen. Über den schnellen Zeitungsartikel hinaus mag einfach keine Idee aufkommen, wie man das eigene Gym am besten bewirbt. Dabei ist ein gutes Werbekonzept nichts anderes, als ein Plan.

Ziel und Zweck eines solchen Plan ist es, das eh schon straffe Werbebudget so effizient und zielgerichtet wie möglich einzusetzen.

Nun gibt es Firmen, die das für einen übernehmen. Vom Konzept bis zur Durchführung nimmt der Profi einen an die Hand, misst im Anschluss noch den Erfolg der Werbekampagne…

..das kostet Geld.

Geld, welches das Gym nicht hat.

Fightmedia beweist euch natürlich gerne das Gegenteil, nämlich das Werbung und Marketing im Kampfsport durchaus bezahlbar sind. 😛

Viele gehen Werbung nur halbherzig und ohne System an. Hier mal ein paar Flyer mit spektakulärem Motiv, dort mal ein spontanes Trainingsvideo auf youtube, zum Wochenende ein Poser Foto auf facebook… alles schön und gut. Aber „Köpfchen“ sollte drin sein.

Ohne einen genauen Plan wird schnell viel Geld für Sinnloses verschwendet.
Auch wenn es lästig scheint, oder man sich selbst nicht dazu in der Lage sieht:
Wer eine umfassende Markt- und Zielgruppenanalyse durchführt und sein Geld an den richtigen Stellen investiert, kann potentielle Neukunden und Neumitglieder (bei Vereinen) mit interessanten Werbekonzepten überzeugen.

Wenn Ihr Fragen dazu habt, schickt uns eure Gedenken doch per Mail: KLICK 😉

Für die, die ihre Werbung selbst in die Hand nehmen wollen, haben wir hier mal wieder etwas Nützliches zusammengestellt.

 Mit diesen 7 Schritten kann man sich ein einfaches Werbekonzept selbst aufstellen:

  1. Ziele setzen

Was wollen wir eigentlich?
Werbung und deren Maßnahmen sind Sinnlos, wenn wir nicht wissen, was wir damit überhaupt erreichen wollen. Klar, jeder will

a. mehr zahlende Kunden / mehr Vereinsmitglieder
b. größeren Bekanntheitsgrad
c. ein fettes Sponsoring von der größten lokalen Firma

..aber wie wäre es, wenn man einmal mehr als nur 30 Sekunden investiert und sich etwas konkreteres überlegt??
Der Einfachheit halber sollten wir zunächst nicht mehr als 2-3 Ziele pro Werbekampagne formulieren. Diese sollten dafür strategisch und klar definiert sein; z.B.:

 Väter/Mütter kommen mit Ihrem Nachwuchs zum Probetraining
Die Mitglieder identifizieren sich mit Image & Auftritt des Vereins
Die Sparkasse übernimmt die Kosten für das Sommerfest
  1. Zielgruppe finden

Wen wollen wir mit der Werbung überhaupt ansprechen?

Klar definierte Zielgruppen helfen im Nachhinein, an den richtigen Stellen die richtige Werbung zu platzieren.

 Beispiel:

Jugendliche 12-14 Jahre
Jugendliche 14 -16 Jahre
Junge Breitensportler 19-29 Jahre
Allgemein Breitensportler 21- 39 Jahre

u.s.w.

 

  1. Darstellung/ Werbeaussagen/ Alleinstellungsmerkmal

Wie präsentiert sich der Verein nach Außen? Was macht ihn aus und was macht ihm im Vergleich zum Wettbewerb (es gibt keine Konkurrenz! 😉 ) so besonders? Gibt es ein Motto oder einen Slogan? Muss so etwas noch erstellt werden?

  1. Welche Werbeträger Wo einsetzen?think

Printmedien, Digitalmedien oder Marketing-Mix?

Je nach Zielgruppe und Ziel gibt es unterschiedliche Medien, die für die Werbung geeignet sind. Im Sport allgemein empfiehlt sich ein ausgeklügelter Marketing-Mix mit dem Einbeziehen von

Printmedien:

Lokale Zeitschriften, Illustrierte, Tageszeitungen, Flyer & Folder, Visitenkarten, etc.

 Digitalmedien:

Internet (Webseite, Bilder(-galerie)), Soziale Medien, Online-Videos, Hörfunk, Fernsehen, etc.

 Personal Media:

viele vergessen heutzutage diese neuartigen Medien ebenfalls als Werbeplattform zu nutzen. Handys, Tablets, E-Mails, … mit ein wenig Kreativität fällt uns sicher noch einiges ein, wo wir Werbung schalten können.

Zum Marketing-Mix gehören allerdings noch weitere Medien, die in die Werbung mit einbezogen werden können. Dazu später mehr…

  1. Zeitfrage klären

Man kann, will und sollte nicht ständig Werbung machen. Täglich werden wir mit Werbung derart bombadiert, dass sie schon in Verruf geraten ist. Ein weiterer Grund, warum viele Sportvereine keine richtige Werbung machen. Sie haben Angst, lästig zu werden und potentielle Kunden von vornerein schon zu verlieren. Daher ist es unbedingt nötig, eine feste Zeitspanne festzulegen, in der eine Werbekampagne laufen soll. Danach darf dann auch einmal ein wenig „Ruhe“ einkehren.

  1. Budgetfrage

Die Fragen aller Fragen. Wie viel darf die gesamte Werbekampagne kosten? Wer kommt dafür auf? Erst wenn diese Frage geklärt ist, kann man Werbung erst genau planen. Dann steht fest, welche Medien und Werbeträger einsetzbar sind und wo diese zum Einsatz kommen können.

Im Idealfall wird zum bereitstehenden Budget auch eine Kalkulation erstellt, mit allen Ausgaben während der gesamten Werbekampagne. So kann man schon zu Anfang negative Überraschungen und plötzlich auftauchende Rechnungen vermeiden.

  1. Erfolg messen

Der am häufigsten vergessene…oder absichtlich weggelassene Punkt bei einer Werbekampagne. Die Flyer sind verteilt, das Video ist online und auf facebook gepostet… die ersten „Likes“ sind registriert…und weiter? Wie wirkt sich die Werbung aus? Wurden die Ziele erreicht? Wo lagen Stärken, wo Schwächen. Was sollte/könnte man beim nächsten Mal besser machen, was lohnt sich gar nicht und kann weggelassen werden?

Werbung ist ein Stück weit auch ein „Trial-And-Error“ Vorgang, bei dem bei aller Planung auch Dinge ausprobiert werden müssen. Das gezeigte Engagement für den Verein bleibt auf keinen Fall unbemerkt! 😉

***

Wenn man auf alle Fragen klare Antworten gefunden hat, steht das Werbekonzept.

So einfach ist das.

Bevor man nun aber loslegt, sollte man zwei grundlegende Dinge klären:

Gute Werbung ist wichtig! Sollte aber nie alleine daherkommen.
Sie sollte auch realistisch sein… also mit der Realität übereinstimmen. Was nützt ein durch Werbung gemachtes „Versprechen“, wenn das gezeigte gar nicht Teil des Angebots ist?

Wenn wir hier von Werbung sprechen, meinen wir

bezahlte Werbung.

Diese kostet Geld.

Aber gerade im Sport steht uns auch ein wichtiges, dazu meistens kostenloses Instrument zur Verfügung: Durch lokale Pressearbeit bleibt man „im Gespräch“ und fördert obendrein eine der wichtigsten Werbestrategien überhaupt. Mundpropaganda ist gerade im Freizeitbereich eine der wichtigsten Werbemaßnahmen überhaupt. Und das beste daran: Sie kostet uns nichts als ein wenig Planung. Presseartikel und gezieltes „Weiterempfehlen“ sollte also jeweils wichtiger Teil unseres Werbekonzepts sein.

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Als PR-Berater steht Fightmedia euch gerne zur Seite. Gemeinsam erstellen wir Werbekonzepte, begleiten euch bei der Realisierung und kümmern uns um zielorientierte PR-Maßnahmen.
Für jedes Budget finden wir die passende Lösung.

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7 Fehler im #Pressetext

7 Fehler im #Pressetext

Ob nun eine Veranstaltung ansteht, allgemeine News veröffentlicht werden sollen oder gerade ein Event erfolgreich abgeschlossen wurde…

man sitzt mit kreativem Kopf vor seiner Tastatur… tippt ein wenig auf den Tasten herum. Packt schnell noch ein paar Handybilder dazu.

Und schickt das Ganze über das Kontaktformular des lokalen Nachrichtenblattes blind ins World Wide Web.

Man lehnt sich zurück… und am nächsten Tag steht eine tolle Schlagzeile auf dem Titelblatt.

Die Anfragen schießen in die Höhe, das Telefon läuft heiß und der Umsatz oder die Mitgliederzahlen des eigenen Vereins explodieren in ungeahnte Höhen.

Es könnte so schön einfach sein… oder??

Die Realität sieht dann leider doch ganz anders aus.

Der Kopf ist nicht kreativ, die Tastatur scheinbar der Feind.

Erfolgreiche Pressetexte sind kompliziert.

Deshalb ist es wichtig, dass der engagierte Pressetexter von heute, so er sich keine (meist teure!) Hilfe durch eine entsprechende Agentur suchen will, ein paar Dinge von Anfang an richtig macht.

Man muss nämlich bei Weitem kein Schreib-Ass oder Poet sein, um einen gescheiten Content zustande zu bringen. Allerdings muss man neben den 7 wichtigen W-Fragen, noch einige andere Dinge beachten.

Hier sind 7 der

schlimmsten Fehler im Pressetext:

 

1. Schlechte Überschriften

Verlockende, versprechende, ansprechende Überschriften sind das A und O eines Pressetextes.

Selbst, wenn der zuständige Redakteur im Endeffekt diese Überschriften nicht in den Artikel übernimmt, wird er dadurch besser durch den Pressetext „geführt“, das Interesse bleibt geweckt und das Durcharbeiten leichter.

Wir leben heute in einer von Texten, Bildern, Werbung, also „CONTENT“ überfluteten Welt.  Die Redakteure von Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen in Online- oder Printform haben den schwierigen Job, bereits vor Bekanntgabe eines Artikels die Flut an Informationen für den Otto-Normalverbraucher zu filtern. Dabei kann es auch durchaus einmal vorkommen, dass eigentlich ganz interessante und wichtige Themen nicht den Weg ins vorgesehene Medium schaffen. Das gilt es als Pressetexter zu verhindern!

Um von Anfang an die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen, braucht es einfach gute Überschriften, die den Leser an den Text „fesseln“.

Ein Text ohne Überschriften ist schon, ohne dass man den Inhalt kennt, langweilig durchzulesen und es besteht die Gefahr, dass Informationen einfach nicht regestriert werden.

Dann wird der erstklassige Artikel, an dem man rund sechs Stunden gefeilt hat, einfach nicht gehört/gelesen. Er bleibt unbekannt.

2. Texte sind schlecht formatiert

Die Aufmerksamkeitsspanne eines Lesers ist begrenzt. Eben durch die Flut an Informationen heutzutage neigt man dazu, Texte nur zu überfliegen. Die „Rosinen“, die direkt ins Auge springen, werden dann herausgepult… der Rest ungesehen „links liegen“ gelassen. Viele Inhalte und Informationen können dabei verloren gehen.

Dafür macht sich derPressetexter aber nicht die Mühe!

Deshalb ist es wichtig, Text zugänglich zu machen:

  • – kurze Absätze
    – einfacher zu lesen, einfacher zu behalten, einfacher wiederzufinden!
  • – Zwischenüberschriften
    – Zwischenüberschriften lockern den Text auf und erzählen für sich selbst bereits einen Teil der Geschichte. Theoretisch sollte man durch Lesen der Überschriften und Zwischenüberschriften bereits den Inhalt des ganzen Artikels „herauslesen“ können.
  • – kein Blocksatz
    – Blocksatz ruft im Text eine unregelmäßige Breite zwischen den Wörtern hervor und irritiert beim Lesen. Finger weg!
  • – kurze Textbreite
    – Artikel mit großen Textbreiten sind schwer zu lesen. Der Mensch ist faul… und will beim Lesen nicht noch doll den Kopf bewegen müssen, um den Inhalt des ganzen Artikels aufnehmen zu können. Gerne mal öfter auf die ENTER-Taste drücken um Textinhalt besser „sichtbar“ zu machen. 😉
  • – strategische Formatierung
    – Einzelne Textelemente, die in den Augen des Pressetexters sehr wichtig sind, kann man durchaus fett hervorheben. Damit „stoßen“ wir den Leser in die richtige Richtung und halten das Auge interessiert.

Der Pressetext ist eine „Unterhaltung“ in digitaler Form. Zu gehobene Sprache erschwert das Lesen, ausserdem kann der Leser sich nicht mit dem Schreibstil identifizieren.

Für den idealen Pressetext nutzt man einfache Wörter, die man jeden Tag braucht.

Locker, flockig, persönlich.

 

3. kein „Quality Content“ (=hochwertiger Inhalt)

Knackpunkt Inhalt.

Was macht hochwertigen Inhalt aus? Was wollen die Menschen sehen/lesen/hören?

Was will der Redakteur im Pressetext wiederfinden?

Im Grunde sind es nur zwei Punkte, die man beherzigen sollte:

  • – Quality Content löst ein Problem.
  • – Quality Content ist detailliert.

Für einen anständigen Pressetext sollte man sich also die nötige Mühe geben.

Ein in fünf Minuten niedergeratterter Text informiert nicht, interessiert nicht, hilft niemandem.

Im Gegeteil.

 

4. Keine Promotion

Der beste Pressetext nutzt nichts, wenn er nicht gelesen wird. Man sollte aber nicht erwarten, dass das einfache Verfassen und Abschicken eines Textes reicht, damit dieser auch gelesen wird.

Will ich einen Pressetext in der Zielgruppe anbringen, muss ich ihn promoten!

Beispielsweise muss die Zeitschrift oder die Website, auf der mein Text veröffentlicht wird, auch entsprechende Leser haben. Wo bleibt der Sinn, wenn diese geheim bleibt?

Wenn der Pressetext also gelesen werden soll, muss man ihn promoten!

Ein kurzer Anruf beim Redakteur, ob alles zur Zufriedenheit ist, ob Fragen bestehen und und und… das zeigt nicht nur Engagement sondern verhindert Missverständnisse. Ausserdem gerät man nicht in Vergessenheit. Zum Umgang mit Medien und deren Vertretern gibt es in Kürze auch noch einen gesonderten Artikel! 😉

***

Auch nach Veröffentlichung des Artikels ist der Job des Texters noch nicht getan!

Ausgeschnittene Artikel in der Bildergalerie der Website, auf Sozialen Medien (z.B. facebook), auf dem schwarzen Brett im Verein… Links zur Online-Version der Artikel…
Wege, um einen Pressetext zu promoten, gibt es genug. Am besten fährt man hier mehrgleisig um so viele Leser wie möglich zu erreichen.

Ein paar Beispiele der Text-Promotion:
  • – Newsletter/ persönliche E-Mail – Ob E-Mail-Abonnenten der eigenen Website, Freunden, Verwandten, Familie… Die Menschen, die wir per E-Mail direkt erreichen können, müssen Bescheid bekommen, dass ein neuer Artikel veröffentlicht wurde. Es sind die größten „Fans“ und diese haben das Recht, als erstes von Neuigkeiten zu erfahren.
  • – Social Media – Neue Artikel auf der Fanpage und dem privaten Profil sorgen für noch größere „Streuung“ des Artikels.
  • – Influencer – „Follower“ auf Twitter, Fans auf facebook, Mitglieder des Vereins… sie alle haben durch Ihr Verhalten Einfluss auf die eigene Promotion. Sie sind als „Beeinflusser“ (Influencer) äusserst wichtig und sollten von Anfang an mit einbezogen werden. Eine kurze persönliche Bitte, einen Artikel mit dem jeweiligen eigenen Publikum zu teilen, baut eine noch größere Beziehung auf und bringt noch mehr Leser.

5. Nur persönliche Dinge im Text?

Grundsätzlich ist der Ansatz mit der Persönlichkeit richtig. Der Pressetext muss eine Geschichte erzählen, Hintergründe aufdecken. Menschlich sein. Die Leser sollen sich mit dem Inhalt des Textes und dessen Verfasser identifizieren können. Der Trick ist aber, Persönlichkeit zu zeigen, aber nicht von ihr zu sprechen.

Leser interessieren sich nicht für unsere persönliche Geschichte an sich. Sondern viel mehr für das, was sie von uns lernen können. Ein guter Pressetexter hat also die Aufgabem dem Leser zu helfen!

Ein Problem lösen. Eine Aufgabe erleichtern. Vorbild sein.

Wenn eine persönliche Geschichte erzählt werden soll, sollte man sich zunächst fragen: Was ist für den Leser drin?

Nach altbekanntem Motto „Der Köder soll dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“ sollte man über Dinge schreiben,  die den Leser interessieren.  Damit wird man schnell zur Autorität in seiner Nische und Leser halten nach weiteren Artikeln Ausschau.

6. Ignorieren von „Influencern“

Der Verein, der Sportler, das Gym stehen alleine da. Nicht als Gemeinschaft.

Das ist einer der größten Fehler, die man machen kann. Der Umgang mit der Presse und damit mit potentiellen Lesern – potentiellen NEUKUNDEN und SUPPORTERN (!!) setzt sozialen Umgang voraus.

Deshalb ist ein starkes Netzwerk wichtig. Wenn die Einflussnehmer des jeweiligen Vereins, bzw. Themas – über das geschrieben wird, ignoriert werden, macht man sich das Leben nur schwer.
Unsere „Influencer“ nämlich haben genau das Publikum, welches wir erreichen möchten. Und sie arbeiten für uns. Kostenlos.

Beziehungen sind alles.

7. kein Blick fürs große Ganze

Als Texter hat man unzählige Ideen. Muss man haben! Sie kommen immer ganz zufällig: beim Essen, unter der Dusche, im Stau oder während dem Training.

Aber nur weil die Ideen zufällig kommen, heißt es nicht, dass man einfach drauf losschreiben kann.

Ohne Plan und Struktur geht die ganze Sache nach hinten los. Ein Pressetext hat immer ein Ziel.

Werbung, Promotion, neue Mitglieder für den Verein, Sponsoren, Supporter, und und und

Ein potenzieller Kunde findet den Artikel.

Sehr gut. Und dann?

Er liest ihn.

Noch besser! Und dann?

Dann muss etwas passieren!

Eine Aufforderung zum Handeln.

Was genau passieren soll, istvon Artikel zu Artikel unterschiedlich. Wichtig ist aber, dass man sich vorher über alle Pläne, Strategien und auch Konsequenzen des Pressetextes im Klaren ist.

Fazitachtung

In der Theorie hört sich das Schreiben von Pressetexten einfach an.

In der Realität ist das Verfassen aber harte Arbeit. Nicht umsonst gibt es spezielle Anbieter, die einem genau diese Arbeit abnehmen. Nicht umsonst – ist das nicht umsonst!

Deshalb ist es wichtig, dass man sich an diese 7 Punkte hält:

  1. Verlockende Überschriften.

  2. leserfreundliche Formatierung der Texte.

  3. Quality Content = hochwertige Inhalte.

  4. intensive Promotion der Artikel, Nutzung eines guten E-Mail-Marketings.

  5. Schreiben Sie über Dinge, die den Leser interessieren. Persönliche Geschichten sind nur Appetithappen am Rande.

  6. Bauen Sie eine gute Beziehung zu den Influencern auf.

  7. Haben Sie einen Blick für das große Ganze.

Mit diesen Dingen legt man den Grundstein für einen erfolgreichen Artikel.

Was denken Sie?

An welchem Fehler müssen Sie am meisten arbeiten?

Ärzte dürfen für ihre Dienste nicht werben

Ärzte dürfen für ihre Dienste nicht werben

Ärzte dürfen für ihre Dienste nicht werben – dürfen keine Webseite besitzen – Richtig?

FALSCH!

“ Berufswidrig ist insbesondere eine anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung“

Das verbietet jedoch noch lange nicht das Betreiben einer Praxis-Website!

Jede Ärztekammer hat ihre eigene Berufsordnung, jedoch ist gerade § 27 überall identisch:

Auszug aus einer Quelle aus dem www:
2. Berufliche Kommunikation

§ 27 Erlaubte Information und berufswidrige Werbung

(1) Zweck der nachstehenden Vorschriften der Berufsordnung ist die Gewährleistung des Patientenschutzes durch sachgerechte und angemessene Information und die Vermeidung einer dem Selbstverständnis der Ärztin/des Arztes zuwiderlaufenden Kommerzialisierung des Arztberufs.

(2) Auf dieser Grundlage sind der Ärztin/dem Arzt sachliche, berufsbezogene Informationen gestattet.

(3) Berufswidrige Werbung ist Ärztinnen und Ärzten untersagt. Ärztinnen/Ärzte dürfen eine solche Werbung weder veranlassen noch dulden. Berufswidrig ist insbesondere eine anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung. Eine Werbung für eigene oder fremde gewerbliche Tätigkeiten oder Produkte im Zusammenhang mit der eigenen ärztlichen Tätigkeit ist unzulässig. Werbeverbote aufgrund anderer gesetzlicher Bestimmungen bleiben unberührt.

(4) Die Ärztin/Der Arzt kann

  1. nach der Weiterbildungsordnung erworbene Bezeichnungen,

  2. nach sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften erworbene Qualifikationen,

  3. als solche gekennzeichnete Tätigkeitsschwerpunkte und

  4. organisatorische Hinweise

ankündigen.

(5) Die nach Absatz 4 Nr. 1 erworbenen Bezeichnungen dürfen nur in der nach der Weiterbildungsordnung zulässigen Form geführt werden. Ein Hinweis auf die verleihende Ärztekammer ist zulässig. Andere Qualifikationen und Tätigkeitsschwerpunkte dürfen nur angekündigt werden, wenn diese Angaben nicht mit solchen nach geregeltem Weiterbildungsrecht erworbenen Qualifikationen verwechselt werden können. Die Angaben nach Absatz 4 Nrn. 1 und 2 sind nur zulässig, wenn die Ärztin/der Arzt die umfassten Tätigkeiten nicht nur gelegentlich ausübt.

(6) Tätigkeitsschwerpunkte können angekündigt und müssen mit dem Zusatz „Tätigkeitsschwerpunkte“ gekennzeichnet werden. Zur Ankündigung dieser Angaben ist berechtigt, wer diese Leistung/en seit mindestens zwei Jahren in erheblichem Umfange erbringt und dies auf Verlangen der Ärztekammer nachweisen kann.

(7) Die Ärztin/Der Arzt hat der Ärztekammer auf deren Verlangen die zur Prüfung der Voraussetzungen der Ankündigung erforderlichen Unterlagen vorzulegen. Die Ärztekammer ist befugt, ergänzende Auskünfte zu verlangen.

 

Sie sind Arzt/ Ärztin und möchten für Ihre Praxis / Klinik eine Website erstellen?

Sprechen Sie uns an! Über die Navigation oben gelangen Sie zu unserer Hauptseite!

Arzt-Website – was ist zulässig?

Arzt-Website – was ist zulässig?

Welcher Inhalt auf einer Arzt-Website aufgeführt oder nicht aufgeführt werden darf…

Hinweis auf Auflagen gefunden auf den Seiten der Landesärztekammer Brandenburg & weiter recherchiert. Info- und Dokumentensammlungen zu Auflagen und Zulässigkeiten für Ärzte und deren Internerauftritt finden Sie auf den Seiten der Bundesärztekammer.

Telemediengesetz

Beruflich genutzte Internetauftritte von Ärzten unterliegen den Informationspflichten nach § 5 Telemediengesetz. Auf der ersten Seite (Homepage) der beruflich genutzten Webseite müssen entsprechend dieser Vorschrift folgende Pflichtangaben enthalten sein:

  • vollständiger Name und die Praxisanschrift
  • Angaben zur schnellen elektronischen und unmittelbaren Kommunikation und Kontaktaufnahme mit der Praxis (Telefonnummer und E-Mail-Adresse)
  • Berufsbezeichnung (Arzt bzw. Ärztin)
  • Staat, der die Berufsbezeichnung verliehen hat (Staat, in dem die Approbation erworben wurde (international gebräuchliche Abkürzungen reichen)
  • KV als für die Vertragsärzte zuständige Aufsichtsbehörde
  • zuständige Landesärztekammer als Aufsichtsbehörde
  • vollständige Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelung (Berufsordnung, Heilberufsgesetz) und Informationen, wie diese zugänglich sind (Link auf die Seiten der Landesärztekammer reicht)
  • Umsatzsteueridentifiaktionsnummer (soweit vorhanden)

Die Pflichtangaben können in einer gesonderten Rubrik, beispielsweise mit der Überschrift „Angaben nach § 5 Telemediengesetz“ geführt werden.

Realisierung:

Die Angabe „zuständige Landesärztekammer als Aufsichtsbehörde“ kann mit einem Link von der Webseite aus auf das Angebot der Landesärztekammer realisiert werden.

Die Berufsordnung der Landesärztekammer finden Sie im jeweiligen Dokumentenarchiv.
Die Landesärztekammern finden Sie hier aufgelistet: KLICK
[URL: http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=0.8.5585]

§ 27 BOParagraph

Für Webseiten gelten die allgemeinen Grundsätze des ärztlichen Berufsrechts. Nach der Berufsordnung dürfen auf Webseiten solche Angaben übernommen werden, die auch auf dem Schild der Praxis zulässig sind.

Diese Vorschriften gelten zur

„…Gewährleistung des Patientenschutzes durch sachgerechte und angemessene Information und die Vermeidung einer dem Selbstverständnis der Ärztin / des Arztes zuwiderlaufenden Kommerzialisierung des Arztberufes.“

Gemäß § 27 der Berufsordnung kann der Arzt

1. nach der Weiterbildungsordnung erworbene Bezeichnungen,
2. nach sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften erworbene Qualifikationen,
3. bis zu drei besondere Leistungsangebote nach eigenen Angaben,
4. organisatorische Hinweise

ankündigen.

Unter Berücksichtigung dessen ergeben sich folgende weitere Angaben, die geführt werden dürfen:

  • Akademische Grade und Titel
  • nach Maßgabe der Weiterbildungsordnung erworbene Bezeichnungen, die erworben wurden
  • Tätigkeitsschwerpunkte
  • Einzelpraxis, Praxisgemeinschaft, Partnerschaft, örtliche und überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft
  • Sprechstundenzeiten
  • Zulassung zu den Krankenkassen
  • Praxislogo
  • Hinweis Belegarzt des Krankenhauses

Ausserdem kann ein Link oder ein Button enthalten sein, welcher weitere Praxisinformationen auf nachgeschalteren Webseiten abfragt.

Mögliche Angaben auf nachgeschalteten Webseiten können sein:

  • Praxisinhaber-Info: Geburtsjahr, Zeitpunkt der Approbationserteilung; Niederlassung & Gebietsbezeichnung
  • Spezialisierungen
  • allgemeine sachliche Informationen über ärztliche Leistungen
  • Sprachkenntnisse
  • Praxisteam
  • eventuell vorhandene Einrichtungen für Behinderte
  • Angebot von Hausbesuchen
  • Vertretungen
  • Lageplan bzw. Anfahrtsskizze zur Praxis
    [Achtung: Urheberrechte von veröffentlichten Stadtplänen beachten & ggf. Lizenz erwerben!]
  • Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln [Haftung für Fahrzeiten ausschließen!]
  • Hinweise auf Parkmöglichkeiten

Domain | Internetadresse

Hinsichtlich der Domain / der Internetadresse sind sowohl aus wettbewerbsrechtlicher als auch aus standesrechtlicher Sicht entsprechende Vorgaben zu beachten.

Wettbewerbsrecht:

Gute Internetadresse, die kurz und einprägsam sind, sind knapp geworden.

Achtung! Kennzeichenrecht! Ob Sie Ihre gewünschte Domain auch problemlos verwenden können, sollten Sie im Voraus klären. Fremde Marken-oder Unternehmensnamen, Namen von Zeitschriften, Filmen oder Software sollten Sie nicht verwenden.

Auch Promis oder Städtenamen, bzw. Namen städtischer/ staatlicher/ öffentlicher Einrichtungen sind Tabu!

Generell in Ordnung:

  • der eigene Vor- und Nachnamen
  • der Name des eigenen Unternehmens
  • der Name der eigenen Praxis
  • allgemein beschreibende Begriffe
  • frei erfundene Phantasienamen

Standesrecht:

Für Ärzte bestehen bei der Wahl der Domain auch standesrechtliche Einschränkungen. Diese resultieren aus dem nach wie vor bestehenden Verbot berufswidriger Werbung.

Bitte dringend beachten:

Ihr Domain-Name darf nicht gegen das „Sachlichkeitsgebot“ verstoßen und nicht irreführend sein

Internetadressen, die „offenkundig anpreisend und marktschreierisch sind“ (z.B. top-rueckendoktor.de; „bester-arzt-der-stadt.net“) sind unter standesrechtlichen Gesichtspunkten unzulässig.

Nach einer Entscheidung des BGH (Urteil vom 17.05.2001 – Az.: I ZR 216/99) ist die Verwendung von Gattungsbegriffen allerdings zulässig. Auch Fachgebietsbezeichnungen zusammen mit dem eigenen Namen sind erlaubt (z.B. Allgemeinmediziner-Mustername.de).

Wettbewerbswidrigkeit liegt dann vor, wenn eine bewusste Blockade der Mitkonkurrenten oder Irreführung erkennbar ist. also sind Namen wie „orthopäde-koeln.de“ oder „frauenarzt-bonn.de“ enthalten Alleinstellungsangaben und sind nicht zulässig.

Gästebuch, Chat, Forum

Ein Gästebuch oder ein Live-Chat sind immer wieder gern auf einer Seite gesehen und regen den Besuch von Kunden an. Es sind attraktive Möglichkeiten, Kundenmeinungen in die eigene Seite zu integrieren.

Wettbewerbs- und Standesrecht sehen dies allerdings nicht gern. Da hier noch keine eindeutige Rechtssprechung esixtiert, im Zweifelsfall weglassen und auf Mundpropaganda vertrauen!

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